Nachbericht PERSONAL2013 Süd
Die Welt der Personalarbeit wird bunter

Die Anzeichen sprechen für ein erfolgreiches Jahr am HR-Markt: 4.903
Besucher kamen am 23. und 24. April zur traditionsreichen Messe
PERSONAL2013 Süd nach Stuttgart, wo sie sich über die neusten
Trends in den Schwerpunkten Softwareunterstützung, Recruiting und
betriebliche Weiterbildung informierten. Auch die parallel laufende
Corporate Health Convention nutzten mehr Fachleute denn je für ein
Update: 2.417 Besucher verschafften sich gezielt einen Überblick über
das Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement und Demografie.


Neue Software – Arbeitserleichterung oder Schmuck am Nachthemd?

Viele Mitarbeiterportale und Intranets verfehlten heute dieses Ziel. „Das sind
Friedhöfe an Informationen, die keiner mehr nutzt“, so Felder. Software
müsse in der Lage sein, Geschäftsprozesse zu modellieren, indem
Beschäftige Antworten auf ihre Fragen fänden – und zwar jeweils in der
gewünschten inhaltlichen Tiefe. Mitarbeiter und Führungskräfte hätten heute
eine hohe Erwartungshaltung an die Technik, insbesondere weil sie immer
häufiger über Self Service und mobile Anwendungen die
Eigenverantwortung für ihre Daten übernähmen.

"Workforce Management Ansätze sind die Lösungen der Zukunft", so Uwe Seebacher von USP International, der in Kooperation mit dem BM für Wissenschaft und Technologie ein neues Instrument - für kleine und große Unternehmen kostenminimal umsetzbar - entwickelt hat. Einen Mehrwert für Manager böten beispielsweise Simulationen der
Betriebszusammensetzung. Wie sieht die Belegschaft in 6, 12 oder 18
Monaten aus? Wie werden sich in unterschiedlichen Szenarien das Alter,
das Wissen, das Entgelt oder die Jobprofile der Beschäftigten verändern?
Führungskräfte könnten mit Simulationssoftware Varianten erzeugen,
Ergebnisse vergleichen und so verschiedene Szenarien durchspielen. „Die
Technik muss so attraktiv sein, dass ein Pull- und kein Push-Effekt entsteht:
Führungskräfte und Mitarbeiter müssen danach gieren, im Driverseat zu
sitzen“, betonte Felder.


Frauenquote ade: Flexible Zielvorgaben angesagt

Auch beim Thema Frauen in Führungspositionen sind die
Personalverantwortlichen gefragt. Mit dem Aus für eine Frauenquote in
Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen ist die Debatte neu entbrannt –
in den Betrieben und bei einer Podiumsdiskussion der Zeitschrift Arbeit und
Arbeitsrecht: Eine unternehmensinterne Frauenquote sei arbeitsrechtlich
schwierig, hob Dr. Christian Arnold von Gleiss Lutz Stuttgart hervor. „Laut
AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) sollte man gerade nicht nach
Geschlechtern differenzieren“, so der Rechtanwalt. Deshalb könnten nur
flexible Zielvereinbarungen funktionieren, die Ausnahmen zuließen.


(Quelle: Pressemitteilung Nr. 14, Stuttgart, 26. April 2013, Nachbericht
PERSONAL2013 Süd)